Menschen mit Afro Haaren gehören definitiv zu den anspruchsvolleren Haartypen und kennen die Problematiken damit nur allzu gut. Keine Frage, eine richtig sitzende Afromähne sieht beeindruckend aus, dennoch ist es oft eine schwierige Angelegenheit, die Haare überhaupt in Form zu bekommen.

Afromähnen sind kraus und spiralförmig angeordnet und schrumpfen auf bis zu 75% ihrer Länge. Doch warum sind diese Art von Haaren überhaupt so anspruchsvoll und wie bekommt man sie gestylet? Eignen sie sich bei Haarausfall auch für eine Haartransplantation?

Afro Haare sind nicht dicker oder stärker

Ein weit verbreiteter Mythos ist der, dass Afrohaare stärker und dicker als europäische oder asiatische Haare wären. Doch das Gegenteil ist der Fall, denn Afrohaare gehören sogar zu den schwächsten in ihrer Haarstruktur. Auch sind sie weit anfälliger für Haarbruch, sie verlieren schnell an Feuchtigkeit, trocknen aus und brechen häufiger ab.

Die Haare dürfen also auf keinen Fall mit einer handelsüblichen Bürste ausgebürstet werden. Hier ist der Griff zu einem groben Kamm die richtige Wahl.

Wird bei dem Haartyp mehr Fett zur Pflege benötigt?

Ein ebenfalls verbreiteter Irrglaube ist, dass die Krauselocken besonders viel Fett benötigen, um gesund auszusehen. Und dabei ist man oft der Annahme, es könne nicht genug Fett sein. Stimmt nicht, denn vor allem Mineralöle oder Petroleum sind gar nicht gut für Afromähnen.

Sie verstopfen die Poren der Kopfhaut, vermindern das Wachstum der Haare und ziehen Schmutz förmlich an. Natürliche Fette hingegen sind erlaubt und sogar förderlich, etwa wie Kokosöl oder Argan- und Olivenöl. Es genügt jedoch, Haarpackungen oder Kuren 1-2 Mal pro Woche anzuwenden.

Vielseitige Styles sind möglich

Meist ist man der Ansicht, mit Afro Haaren könne man nicht viel anfangen, außer sie streng nach oben zu binden. Tatsächlich dürfen sich Menschen mit solchen Haaren aber über vielfältige Möglichkeiten im täglichen Styling freuen, auch wenn sie den Begriff „Bad-Hair-Day“ mit Sicherheit kennen.

Sie lassen sich individuell eindrehen oder zu so genannten Twists und Cornrows flechten. Somit sind Afro Haare sogar vielseitiger als andere Haartypen, beispielsweise dünne und glatte Haarstrukturen. Tatsächlich ist es schwieriger, eine glatte Haarstruktur zu locken, als Afrolocken zu glätten.

Doch Vorsicht: Ständiges Glätten kann vor allem den krausen Locken schaden. Wer generell zu Spliss und brüchigem Haar neigt, der sollte nicht allzu häufig zum Glätteeisen fassen.

Krause Haarprachten sind anfälliger für Spliss

Auch wenn es manchmal so aussehen mag, aber Afro Haare sind nicht zwangsläufig splissig oder generell brüchig. Bei guter Pflege lassen sich diese Art von Haare genauso gegen Spliss und Haarbruch schützen, wie andere Haare.

Übermäßige Pflege mittels Fett und Öl jedoch können brüchiges Haar fördern. Anti-Spliss Produkte funktionieren demnach weder bei krausem noch bei glattem Haar und gehören in die Schublade der Mythen. Spliss kann man nur abschneiden, egal bei welchem Haartypen.

Auch Afro Haare wachsen

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass dunkelhäutige Menschen keine langen Haare bekommen können. Die Haare wachsen einfach langsamer bis gar nicht. Ist natürlich absoluter Irrglaube, denn auch hier kommt es auf die Pflege der Haare an.

Kaputtes Haar muss abgeschnitten werden, gesundes Haar eben nicht. Aber: Krause Mähnen sehen generell aufgrund ihrer Struktur kürzer aus. Eine lange Krausemähne braucht daher jede Menge Pflege und etwas mehr Zeit.

Die richtige Pflege bei Afrolocken

Die richtige Pflege ist auch bei Afrolocken entscheidend, ebenso wie der tägliche Umgang. Dies bedeutet aber nicht, dass diese Art von Haar täglich gewaschen und mit möglichst teuren Haarprodukten überschüttet werden muss. Am besten eigenen sich Shampoos ohne Silikone, Sulfate oder Parabene. Die enthaltenen Substanzen ersticken und versiegeln die Kopfhaut, Sulfate entfetten das Haar.

Afrolocken benötigen auch keine Shampoos oder Spülungen, welche für „besonders trockenes und splissiges Haar“ entwickelt wurden. Auch afrikanische Haare können unterschiedliche Eigenschaften besitzen.

Wichtig bei diesem Haartyp ist ein schonendes Waschen und Pflegen, wobei weniger immer mehr ist. Nach dem Waschen sollten die Haare nicht wild durcheinandergeknetet werden, sodass keine Knoten entstehen. Während dem Haarewaschen ist es sinnvoll, einzelne Partien abzuteilen und mit Shampoo zu waschen. Noch unter der Dusche kann man während dem Auswaschen, das Haar mit einem groben Kamm durchziehen.

Im Anschluss helfen selbsthergestellte Spülungen oder Kuren, welche alle 2-3 Tage das Haar nähren und pflegen. Das Lufttrocknen ist hierbei die schonendste Variante, bestenfalls eingedreht oder geflochten. Zuvor kann man die Haare für ein paar Minuten in ein Mikrofließhandtuch oder ein Baumwollshirt einwickeln.

Haartransplantation auch mit Afro Haar möglich?

Auch dunkelhäutige Menschen leiden unter Haarausfall. Aufgrund der einzigartigen Struktur der Haare fragen sich viele Betroffene ob eine Haarverpflanzung auch bei Afro Haaren möglich ist. Die Antwort ist ganz simpel: Ja, es ist natürlich möglich.

Allerdings sind bei der Behandlung besondere Fertigkeiten vorausgesetzt, da sich Afro Haare im Vergleich zu europäischen und Asiaten nicht nur in der Struktur unterscheiden, sondern sich auch unter der Haut kräuseln. Auch der hohe Grad der Welligkeit der Haare macht eine Entnahme durchaus schwieriger. Bei unerfahrenen Ärzten besteht die Gefahr, dass bei einem Eingriff Haarfollikel beschädigt werden und später nicht mehr richtig anwachsen. Auch gibt es Fälle wo zu wenige Haare verpflanzt wurden und das Endresultat nicht zufriedenstellend war.

Patienten mit krausem Haar sollten sich stets vorher erkundigen, ob die FUE-Methode angewendet wird, da diese sich am besten für die Behandlung dieses Haartyps eignet. Die FUE-Technik ist deutlich invasiver als die FUT-Methode, auch Strip-Technik genannt, da hierbei das bestmögliche Ergebnis erzielt werden kann und so gut wie keine Narben entstehen.

Vor allem das Team von Dr.Balen hat schon mehrere Haartransplantationen bei dunkelhäutigen Menschen mit Afrolocken durchgeführt. Aus diesem Grund kann die First Hair Clinic in Frankfurt ein tiefgründiges Wissen und Expertise auf dem Gebiet der Haarbehandlungen mit Afro Haaren vorweisen.

Afrolocken brauchen eine spezielle Pflege, können aber auch transplantiert werden

Abschließend lässt sich festhalten, dass Afro Haare zwar anders gepflegt werden müssen als zum Beispiel europäische oder asiatische Haare, eine Haartransplantation aber trotzdem möglich ist. Dementsprechend können sich dunkelhäutige Menschen mit Haarausfall durchaus Hilfe bei Spezialisten wie zum Beispiel der First Hair Clinic suchen.

Das Team von Dr. Balen berät Sie gerne individuell und überzeugt mit ihrer Erfahrung auf dem Gebiet der Haartransplantationen für Afro Haare.