Eine Haarausfall-Spritzentherapie oder auch Mesotherapie soll Haarausfall stoppen oder zumindest reduzieren können.

Doch wie funktioniert sie und welche Möglichkeiten bestehen damit? Im folgenden Artikel geben wir Ihnen die Antworten und gehen detailliert auf die Thematik ein.

Haarausfall-Spritzentherapie: Was ist das?

Haarverlust ist für Betroffene eine teils starke Belastung. Wenn das Kopfhaar schütter wird und die Kopfhaut vielleicht sogar bereits sichtbar ist, fühlen sich viele unwohl und versuchen es zu kaschieren. Im Alltag ist das jedoch nicht immer möglich.

Eine geeignete Alternative, die Optik wieder zu verbessern, ist die Haartransplantation. Doch dafür müssen noch ausreichende Anzahlen an Haaren vorhanden sein.

Zum Stoppen des Haarausfalls oder auch als Vorbereitung auf die Eigenhaarverpflanzung kann daher die sogenannte Haarausfall-Spritzentherapie – auch als Mesotherapie bezeichnet – eingesetzt werden.

Hierbei werden Injektionen mit abgestimmten Wirkstoffen verabreicht, die den Haarausfall stoppen oder zumindest reduzieren sollen. Im Idealfall soll die Methode sogar das Wachstum der Haare anregen können.

Wie wird bei der Spritzentherapie vorgegangen?

Zunächst wird die Ursache des Haarverlustes untersucht. Handelt es sich um die Nebenwirkung von Medikamenten? Wird er durch Stress ausgelöst oder kommt es durch die hormonelle Umstellung in den Wechseljahren zu vermehrtem Haarausfall?

Abhängig von der Ursache werden Wirkstoffe zusammengestellt, die zur Versorgung der Haare beitragen sollen. Dabei kann es sich um pflanzliche Auszüge, Vitamine und Mineralstoffe handeln. Dieser „Cocktail” wird auf den jeweiligen individuellen Bedarf angepasst.

Mit einer sehr feinen Kanüle oder einer Mesotherapie-Pistole wird die Lösung direkt in die Kopfhaut injiziert.

Auf diese Weise sollen die Wirkstoffe schnell und gezielt an die Haarfollikel gelangen können und die Versorgung verbessern. Das wiederum soll den Haarverlust reduzieren und das Haarwachstum anregen können.

Dauer und Umfang der Spritzentherapie

Anfangs werden in der Regel drei Behandlungen im Abstand von jeweils zwei Wochen durchgeführt. Danach werden die Abstände auf vier Wochen erhöht. Zur Erhaltung des Behandlungserfolgs können Wiederholungen der Therapie aller drei bis sechs Monate erfolgen.

Wie oft und in welchem Umfang die Haarausfall-Spritzentherapie durchgeführt wird, ist natürlich vom individuellen Fall abhängig.

Wichtig ist in jedem Fall, dass die Haare zwei Tage nach der Behandlung nicht gewaschen werden, damit die Lösung richtig einziehen kann.

Wann kann die Haarausfall-Spritzentherapie angewendet werden?

Mann kontrolliert Haarausfall und erwägt Spritzentherapie

Die Haarverlust-Spritzentherapie kann immer dann sinnvoll sein, wenn der Haarausfall auf Probleme bei der Versorgung der Haarfollikel zurückzuführen ist.

Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn die Durchblutung und damit auch die Versorgung durch Stress eingeschränkt ist.

Ob die Therapie geeignet ist, kann jedoch nur für den jeweils individuellen Fall bestimmt werden. Hierfür sind Untersuchungen im Vorfeld vonnöten.

Welche Möglichkeiten bietet die Haarverlust-Spritzentherapie?

Da die Haarausfall-Spritzentherapie die Durchblutung und Versorgung anregen soll, kann sie immer dann sinnvoll sein, wenn der Haarverlust auf eine Unterversorgung oder Einschränkung der Versorgung zurückzuführen ist. Hierfür können sich wiederum verschiedene Faktoren verantwortlich zeigen.

Hormonelle Umstellungen, Schilddrüsenprobleme, Stressbelastung aber auch Medikamente können die Auslöser sein. Häufig fallen die Haare bei eingeschränkter Versorgung nicht nur vermehrt aus, sondern werden auch dünner. Die Wachstumsphase der Haare wird verkürzt, sie werden schwächer und das Wachstum fällt geringer aus.

Da die Spritzentherapie die Versorgung verbessert und gezielt Nährstoffe an die Haarfollikel bringt, kann dieser Prozess verändert werden. Die Haarfollikel werden gestärkt, die Wachstumsphase der Haare wird wieder verlängert. Dadurch können Haare wieder schneller und stärker nachwachsen.

Bereits drei Monate nach den ersten Injektionen kann mit sichtbar verbessertem Haarwuchs gerechnet werden. Es sollten jedoch realistische Ergebnisse erwartet werden.

Bei Vernarbungen auf der Kopfhaut oder abgestorbenen Haarfollikeln können keine neuen Haare nachwachsen. Trotz erfolgreicher Therapie können daher weiterhin kahle oder lichte Stellen vorhanden sein.

Eine Verpflanzung kann hier jedoch Abhilfe schaffen, die Haare gleichmäßiger zu verteilen und somit für eine dichtere Optik sorgen.

Welche Alternativen finden sich zur Haarverlust-Spritzentherapie

Neben der beschriebenen Methode finden sich auch andere Varianten der Spritzentherapie bei Haarausfall. Darunter die Injektion von Panthenol aber auch die PRP Anwendung. Die Abkürzung PRP steht für „plättchenreiches Plasma“. Es handelt sich hierbei um eine Eigenbluttherapie.

Bei dieser wird Blut entnommen und speziell aufbereitet. Es wird sozusagen konzentriert, ist dadurch also besonders reich an Blutplättchen. Diese erzeugen Wachstumsfaktoren.

Das aufbereitete Eigenblut wird ebenso wie bei der Mesotherapie direkt in die Kopfhaut injiziert. Durch die enthaltenen Wachstumsfaktoren soll ebenfalls die Versorgung verbessert und das Wachstum angeregt werden.

In der Regel werden drei Behandlungen in einem Abstand von jeweils vier Wochen angesetzt. Vor der Therapie ist es wichtig, auf blutverdünnende Mittel, wie beispielsweise Aspirin, zu verzichten. Denn diese würden die Bildung der Blutplättchen hemmen.

Weitere Möglichkeiten zur Spritzentherapie finden sich in der Verabreichung beziehungsweise Einnahme von Haarwuchsmitteln sowie dem Auftragen von Lösungen auf die Kopfhaut.

Welche Form der Behandlung geeignet ist, sollte individuell bestimmt werden und ist nicht zuletzt von der Ursache des Haarverlustes abhängig.

Fazit: Haarverlust-Spritzentherapie – eine mögliche Hilfe

Eine Spritzentherapie kann den Zustand von Kopfhaut und Haarfollikeln durch die direkte Zuführung von Nährstoffen und wachstumsfördernden Substanzen verbessern. Die Versorgung kann erhöht werden und damit einen positiven Effekt auf das Wachstum der Haare haben.

Bis es hierdurch zu sichtbaren Ergebnissen kommt, sollten jedoch wenigstens drei Monate eingeplant werden. Zudem können zum Erhalt des Ergebnisses Wiederholungen der Behandlung erforderlich sein.

Als Vorbereitung oder zusätzlich zu einer Haartransplantation kann die Therapie sinnvoll sein und das Haarwachstum stärken.

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