Haarausfall kann ganzjährig auftreten und stellt für Betroffene zu jeder Jahreszeit eine enorme Einschränkung Ihres Selbstwertgefühls dar. Automatisch stellt sich die Frage, ob der minimalinvasive Eingriff jederzeit erfolgen kann oder ob es für die Haarverpflanzung eine besonders gut geeignete Jahreszeit gibt.

In diesem Artikel erfahren Sie, worauf vor und nach einer Haartransplantation in der jeweiligen Jahreszeit achten sollten.

Voraussetzungen für eine Haartransplantation – ist die Jahreszeit ein Kriterium oder nicht?

Eignet sich der Sommer besser, weil Sie im Gegensatz zum Winter keine Kopfbedeckung tragen? Oder ist die kalte Jahreszeit optimal, da das Risiko eines Sonnenbrandes und der erhöhten Schweißbildung auf der Kopfhaut geringer sind? Wäre es vielleicht am besten, die Eigenhaarverpflanzung im Frühjahr oder im Herbst durchführen zu lassen?

Prinzipiell ist der Eingriff ganzjährig möglich. Wichtig ist lediglich, dass Sie sich in Anbetracht der Jahreszeit an einige Empfehlungen der Haarspezialisten halten und so Ihren eigenen Beitrag zum sicheren Ergebnis leisten. Jede Jahreszeit hat ihre Vor- und Nachteile.

Wichtige Fakten zum Winter

Die kalte Jahreszeit ist ideal für eine Eigenhaarverpflanzung. Das Risiko der Schweißbildung ist gering und da Sie bei Schlechtwetter meistens eine Kopfbedeckung tragen, fällt der Eingriff beim Stadtbummel überhaupt nicht auf.

In den ersten 14 Tagen sollten Sie eine leichte, locker sitzende Mütze oder noch besser einen Hut tragen. Verzichten Sie auf enge Wollmützen, die Fusseln auf dem Schorf hinterlassen und beim Absetzen zu einer Schädigung der frisch verpflanzten Grafts führen könnten.

Tipp: Für die meisten Patienten ist der Winter eine gute Jahreszeit, da Freibadbesuche und ausgiebige Sonnenbäder generell entfallen. Durch die kühleren Temperaturen juckt die Kopfhaut deutlich weniger.

Was im Sommer zu beachten ist

Handtuch am Strand.
Sommerzeit ist Badezeit. Wenn Sie eine Haartransplantation durchführen lassen haben, sind Schwimmbadbesuche und Sonnenbäder allerdings in den ersten 10 bis 14 Tagen tabu. Innerhalb der ersten 3 bis 4 Wochen nach dem Eingriff sollten Sie einen leichten Sonnenhut tragen und die sensible Kopfhaut vor dem direkten Kontakt mit der Sonne schützen.

Ein Nachteil in den Sommermonaten beruht auf dem Risiko einer Hyperpigmentierung der transplantierten Follikeleinheiten. Um dieses Problem zu umgehen, sollten Sie nach einer Haartransplantation in dieser Jahreszeit die direkte Sonneneinstrahlung in einem Zeitraum von bis zu 3 Monaten vermeiden.

Die größte Gefahr ist ein Sonnenbrand, der das Ergebnis nachhaltig beeinträchtigen kann.

Eine Haarverpflanzung im Frühling vornehmen lassen

Das Frühjahr ist ideal für eine Haartransplantation. In dieser Jahreszeit ist es noch nicht so heiß wie im Sommer, sodass die Gefahr eines Sonnenbrandes und der erhöhten Schweißbildung gering sind.

Dennoch sollten Sie ein paar Dinge beherzigen, ehe Sie einen Termin im Frühling vereinbaren. In den ersten Wochen sind Solarium- und Saunabesuche nicht möglich. Möchten Sie mit einer leichten Vorbräune in den Sommer starten, sollten Sie auf die Haarverpflanzung im Frühjahr verzichten.

Die angenehmen Temperaturen und der Vorteil, dass Sie ohne Aufzufallen einen leichten Hut tragen können, machen das Frühjahr zu einer gut geeigneten Jahreszeit für den minimalinvasiven Eingriff.

Besonderheiten im Herbst

Laub im Herbst
Der regenreiche, manchmal recht kühle und ebenso häufig sonnige Herbst ist eine gute Jahreszeit für Ihre Haartransplantation. Sie haben den Sommerurlaub erlebt und genießen die schönen Tage nun in Ihrem Garten oder auf dem Balkon.

Auch die Freibadsaison ist beendet, sodass Sie nicht in Versuchung kommen, sich nach einer Haartransplantation in dieser Jahreszeit auf die Wiese im Bad zu legen oder zu schwimmen. Bei einer Eigenhaarverpflanzung im Herbst sollten Sie das Risiko vieler Regentage beherzigen.

Regen ist an sich nicht schädlich, doch kann er im Kontakt mit der Kopfhaut den Schorf aufweichen und die Heilung verzögern. Mit einem leichten Hut können Sie sich vor diesem Risiko schützen.

Fazit: Die Haartransplantation kann zu jeder Jahreszeit durchgeführt werden

Wie Sie sehen, kann die ersehnte Haartransplantation zu jeder Jahreszeit durchgeführt werden. Wichtig ist, dass Sie den Anweisungen des Behandlungsteams folgen und Ihre Kopfhaut vor äußeren Einflüssen schützen. Hitze und Kälte, Nässe und Umweltrückstände sollten in den ersten 10 Tagen des Heilungsprozesses keinesfalls mit Ihrer Kopfhaut in Berührung kommen.

Das heißt, dass Sie sich zu jeder Jahreszeit einige Tage in angenehm temperierten Räumen aufhalten und im Freien eine Kopfbedeckung tragen sollten. Die perfekte Jahreszeit gibt es nicht, da jede Saison ihre Vor- und Nachteile hat. Schwitzen Sie schnell, empfiehlt sich die Haartransplantation am ehesten im Herbst und im Winter.

Ebenso ist eine Haartransplantation im Frühling oder im Sommer möglich. Im Endeffekt spielt die Jahreszeit keine wirkliche Rolle, sodass Sie sich ganz entspannt auf den minimalinvasiven Eingriff einstellen und die Haartransplantation zu Ihrer bevorzugten Jahreszeit vornehmen lassen können.

Bedenken Sie, dass der Heilungsprozess bis zum vollständigen Wuchs Ihrer neuen Kopfbehaarung 9 Monate bis 1 Jahr in Anspruch nimmt. Möchten Sie Ihren nächsten Sommerurlaub ohne Tonsur und Geheimratsecken verleben, bietet sich der aktuelle Sommer als ideale Jahreszeit für Haarverpflanzung an. Erfahrene Haarkliniken arbeiten ganzjährig daran, Ihre Ästhetik mit neuem Haarwuchs durch Eigenhaartransplantationen wieder herzustellen.

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