Wenige Tage nach einer Haartransplantation bilden sich Krusten im Spender- und im Empfängerbereich. Das muss Sie nicht sorgen, sondern ist eine völlig normale Reaktion Ihrer Kopfhaut. Auch wenn der Eingriff minimalinvasiv erfolgte, haben sich kleinste Wunden gebildet. Minimale Blutungen sind nicht vermeidbar, sodass aus Wundwasser und Blut eine Kruste entsteht. Im Regelfall werden diese nach 10 bis 12 Tagen vom Patienten abgewaschen. 

Einige Tage nach der Haartransplantation: Krusten vorsichtig entfernen!

Die Haarimplantation liegt hinter Ihnen und Sie sehen sich nach der Heimkehr zum ersten Mal im Spiegel. Ihre Kopfhaut ist glatt, lediglich ein paar kleine Rötungen weisen auf die vor wenigen Stunden erfolgte Haarverpflanzung hin. Krusten sind keine erkennbar, doch das wird sich in den nächsten Tagen ändern und ist eine ganz natürliche Folge der Heilung.

Während des Eingriffs ist es im Spender- und im Empfängerbereich zu winzigen Ausblutungen gekommen. Hinzu kommt Wundwasser, welches ebenfalls eine Begleiterscheinung der Heilungsphase ist. Wundwasser und Blut mischen sich, sodass es zu einer marginalen – in Einzelfällen auch zu einer stärkeren Krustenbildung kommen kann.

Nach ungefähr 6 Tagen im Spenderbereich lösen sich diese langsam von der Kopfhaut ab. Doch der unschöne Anblick ist damit noch nicht beseitigt. Ab dem 10. Tag ist der Schorf behandelbar. Nutzen Sie lauwarmes Wasser und ausschließlich das Shampoo, welches Sie in der Klinik empfohlen bekommen haben. Lassen Sie Ihre Kopfhaut nach einer sanften Massage des Shampoos mit Ihren Fingern aufweichen, sodass Sie die Krusten einfach entfernen können.

Um Ihre Grafts müssen Sie sich nicht sorgen, da diese bereits mit Ihrer Kopfhaut verwachsen sind. Zusätzlich können Sie die betroffenen Areale mehrmals täglich vorsichtig und trocken oder feucht mit den Fingerspitzen massieren. Die Krustenbildung wird immer weniger und es dauert nicht lange, bis sich die bei Ihnen durchgeführte Haartransplantation durch Krusten nicht mehr erkennen lässt.

Nach einer Haarverpflanzung sind Krusten normal und kein Grund zur Sorge

Aufnahme von der oberen Kopfpartie eines Patienten mit Krusten

Spätestens 10 Tage nach der Eigenhaarbehandlung sind die „Schichten“ locker und sollten nicht mehr auf Ihrer Kopfhaut haften. Bis zur vollständigen Entfernung kann es noch ein paar Tage dauern, da einige Verkrustungen hartnäckig sind und sich trotz Einhaltung aller Empfehlungen und dem Aufweichen Ihrer Kopfhaut nicht problemlos entfernen lassen.

Ungefähr nach zwei Wochen heilen die Stellen auf der Kopfhaut ab und sind kein Merkmal beim Blick in den Spiegel. Die Krustenbildung nach einer Verpflanzung von Eigenhaar ist kein ästhetischer Mangel. Je nach Wundheilung können die Krusten stärker oder weniger stark auftreten und somit auffälliger oder praktisch unsichtbar sein.

Fakt ist aber, dass Sie bei der Krustenentfernung schonend und nach Anweisung des Behandlungsteams vorgehen sollten. Falsche Handlungen, wie zum Beispiel starkes Rubbeln oder das einzelne Abziehen von Verkrustungen aus dem Haar begünstigen Entzündungen und können sogar den Verlust der frisch verpflanzten Haarfollikel begünstigen.

Eine Infektion kann zur sichtbaren und nicht umkehrbaren Bildung von Narben führen. Auch wenn Sie sich nach der Haarverpflanzung für die Krusten auf der Kopfhaut schämen: dies ist normal und kein Grund zur Scham. Geben Sie sich ein wenig Zeit und wenn Sie mit einer verkrusteten Kopfhaut nicht in Gesellschaft möchten, bleiben Sie einfach in den ersten Tagen nach der Eigenhaarimplantation zu Hause und gönnen sich die wichtige, von der Klinik empfohlene Ruhe.

Optimale Kopfhautpflege schließt Risiken wie die Schädigung der Haarfollikel aus

Eine schwarze und eine weiße Shampoo-Flasche stehen nebeneinander

Den Behandlungserfolg, das makellose Ergebnis der Haartransplantation sehen Sie, nachdem sich alle Krusten gelöst und von der Kopfhaut entfernt wurden. Ein paar Tage Geduld reichen aus, damit Sie nach der Behandlung voll gesellschaftsfähig sind. Grundsätzlich sollten Sie wissen, dass es sich bei der anfänglichen Krustenbildung um ein temporäres Problem im Zusammenhang mit einer Implantation von Eigenhaar handelt.

Wenn Sie sich volles Haar wünschen und das Risiko einer Glatze nicht in Kauf nehmen möchten, sind die vorübergehenden Verkrustungen eine normale Begleiterscheinung. Wichtig ist allerdings, dass Sie Ihre Kopfhaut nach den Anweisungen der Klinik pflegen und auf die herkömmlichen Shampoos, sowie auf einen Friseurbesuch oder die Rasur der Kopfhaut verzichten. Gerade in den ersten 3 Wochen benötigen die verpflanzten Follikel Ruhe, um sich mit den Nervensträngen der Kopfhaut zu verbinden und wieder an die Nährstoffzufuhr angeschlossen zu werden.

Auch wenn Sie sich nach der Haarverpflanzung von dem Schorf gestört und in Ihrer Ästhetik eingeschränkt fühlen: Bewahren Sie Geduld, pflegen Ihre Kopfhaut nach Vorgabe und vermeiden Sie heißes Wasser und starke Reibung. Nach 10 Tagen sind die Verkrustungen verschwunden und Sie können sich ganz ohne Einschränkung wieder in Gesellschaft begeben.
Wenn Sie den Zeitraum verkürzen möchten, gehen Sie das Risiko einer Follikelschädigung ein und können das Ausfallen der Grafts begünstigen. Bei einer Haarimplantation liegt die Kraft in der Ruhe und der Erfolg ergibt sich aus Ihrer Mitwirkung nach individueller Behandlungsteamempfehlung.

Kein Grund zur Sorge bei Krustenbildung nach Haartransplantation

Dass sich nach erfolgter Haarverpflanzung Krusten bilden, ist normal und braucht Ihnen keine Sorge zu bereiten. Auch wenn der Anblick einer großflächigen und schorfig anmutenden Kruste vor allem im Empfängerbereich der Haare wenig attraktiv aussieht, gehört dieser Moment zum Heilungsprozess.

Im Rahmen der Beratung und nach der Behandlung haben Sie die Empfehlung für ein Shampoo erhalten, mit dem Sie die Krusten lockern und nach 10-20 Minuten Einweichzeit ohne Probleme entfernen können. Achten Sie auf einen leicht eingestellten Duschstrahl, auf handwarmes Wasser und darauf, dass Sie mit dem Handtuch nur leicht und keinesfalls derb rubbeln. Damit die Grafts keinen Schaden nehmen, sollten Sie von der Krustenentfernung mit Kamm oder Bürste (Babybürste möglich) Abstand nehmen.

Dies gilt auch, wenn sich die Verkrustungen nicht an den Grafts, sondern im Bereich der nicht implantierten Haare befinden und mit dem Eigenhaar herauswachsen. In der ersten Woche nach einer Eigenhaarbehandlung sollten Sie die behandelten Stellen nicht berühren, da auch Haarwäschen nicht empfohlen und jegliche ruckartige Bewegung an den frischen Haarfollikeln zu vermeiden sind. Ein wenig Geduld ist daher nötig.

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