Dünner werdendes Haar oder großflächiger Haarverlust wirken sich nachteilig auf das Selbstbewusstsein und auf Ihr Wohlbefinden aus. Eine Haartransplantation ist hilfreich, setzt aber Ihre Geduld im Zeitraum der Heilungsphase voraus. Wenn die frisch verpflanzten Follikel einwachsen, kann es dazu kommen, dass eine juckende Kopfhaut entsteht. Warum das so ist und wie Sie damit umgehen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Eine Begleiterscheinung des Heilungsprozesses – juckende Kopfhaut?

“Wenn es juckt dann heilt es.” Diese Aussage kennen Sie sicherlich noch aus Ihrer Kindheit und haben sie immer dann gehört, wenn Sie hingefallen sind und sich zum Beispiel das Knie oder den Ellenbogen verletzt haben. Auch die Haarverpflanzung als minimalinvasiver Eingriff ist eine kleine Verletzung, die in der Heilungsphase mit verschiedenen Begleitsymptomen einhergeht.

Durch heutige angewandte moderne Techniken bleiben postoperative Schmerzen aus. Doch der Juckreiz auf der Kopfhaut lässt sich oftmals nicht verhindern und ist völlig normal. Dementsprechend müssen Sie sich keine Sorgen um den Erfolg des Eingriffs machen.

Für die Implantation von Eigenhaar wurde Ihre Kopfhaut mit kleinsten Nadeln behandelt, mit denen die Öffnungen für die Grafts geschaffen und in die die Haarfollikel eingepflanzt wurden. Wenn die Einstichstellen zu heilen beginnen, wird der Prozess bei vielen Menschen durch eine juckende Kopfhaut begleitet.

Das Jucken ist sogar ein positiver Effekt, der Sie über die voranschreitende Heilung in Kenntnis setzt und Ihnen zeigt, dass sich die mikrofeinen Wunden verschließen und neue Haut gebildet wird.

Wo kann das Kribbeln nach einer Eigenhaartransplantation entstehen?

Zu Juckreiz nach einer Verpflanzung von Eigenhaar kann es sowohl im Spender- wie auch im Empfängerbereich kommen. Besonders an sehr sensiblen Stellen der Kopfhaut entsteht ein anhaltendes Kribbeln. Ungefähr drei Tage nach dem Eingriff bildet sich auf den Kopfhautstellen ein leichter Schorf, der die Einstichstellen vor Infektionen und Entzündungen schützt. Unter diesem verläuft die Heilung völlig normal und macht sich durch leicht juckende Kopfhaut bemerkbar.

Nach ungefähr zwei bis drei Monaten beginnen die frisch verpflanzten Follikel erste Haare auszubilden, was wiederum von einem leichten Juckreiz begleitet wird. Im Zuge der Heilungsphase ist die Kopfhaut trockener als sonst, weist aber einen erhöhten Feuchtigkeits- und Nährstoffbedarf aus.

Auch im Spenderbereich können Sie gelegentlich mit einem Kribbeln oder Jucken rechnen. Der Prozess ist mit dem Haarwachstum im Empfängerbereich der Eigenhaare identisch, wodurch die juckende Kopfhaut nach der Haartransplantation auch am Hinterkopf völlig normal und nicht besorgniserregend ist. Grundsätzlich kann es an jedem behandelten Areal zu mehr oder minder starkem Kribbeln kommen.

Ist juckende Kopfhaut nach einer Haarverpflanzung normal?

Ist juckende Kopfhaut nach einer Haarverpflanzung normalWie bereits angeschnitten, geht die Heilung kleiner Verletzungen oftmals mit Juckreiz einher. Es ist also völlig normal, dass es auf Ihrem Kopf kribbelt und das Bedürfnis entsteht, sich intensiv zu kratzen. Davon sollten Sie zwingend absehen, da weder reibende Bewegungen noch das Kratzen mit Ihren Fingernägeln positiv auf den Heilungsprozess wirkt.

Auch wenn Sie die juckende Kopfhaut beinahe “in den Wahnsinn treibt”, bleiben Sie stark und denken immer daran, dass dieses Gefühl auf die Heilung Ihrer Haarimplantate hinweist und eine Begleiterscheinung des Einwachsens der verpflanzten Follikel ist. Je nach Sensibilität kann der Juckreiz wenige Tage bis mehrere Wochen anhalten.

Wenn der Haarwuchs beginnt, ist er bei Betroffenen besonders stark, während er im Laufe der Zeit abnimmt und lediglich als leichtes und gelegentliches Kribbeln wahrgenommen wird. In der Nachsorge erhalten Sie persönliche Tipps zum Umgang mit dieser besonderen Situation.

Wenn das Kribbeln nach der Haarbehandlung zur Zerreißprobe wird

Die Ursache begründet sich in den mikrofeinen Verletzungen der Kopfhaut. Während der Heilung ist ein Kribbeln nicht ungewöhnlich, sondern weist auf die voranschreitende Genesung hin. Da die Haarfollikel einwachsen und in dieser Phase Ruhe haben müssen, darf dem Drang sich zu kratzen keinesfalls nachgegeben werden. Auch zu häufiges Haarewaschen sollte anfangs vermieden werden.

Der Grund für den Juckreiz ist die verstärkte Trockenheit der Kopfhaut, gegen die man etwa 10 bis 12 Tage nach der Haartransplantation etwas unternehmen kann. Die Fist Hair Clinic empfiehlt seinen Patienten spezielle Shampoos, wie zum Beispiel Bio-h-tin® oder Glynt Revital®, welche postoperativ für eine Beschleunigung der Heilung sorgen und durch rückfeuchtende Inhaltsstoffe auch gegen den Juckreiz helfen.

“Nicht kratzen” heißt die Devise, an die Sie sich halten und die Sie unbedingt ernst nehmen sollten. Wenn Sie die Haar- und Kopfhautpflege nach den Anweisungen des Arztes vornehmen, wird die juckende Kopfhaut nach der Haartransplantation nicht lange vorhalten.

Was hilft gegen den Juckreiz?

Juckende Kopfhaut nach der HaartransplantationAlle Ihnen bekannten “Hilfsmittel” dürfen nach einer Implantation von Eigenhaar nicht angewandt werden. Vor allem das als befreiend empfundene Kratzen mit den Fingern oder gar mit einer Bürste müssen dringend unterbleiben. Ablenkung und die Kopfhautpflege nach Anweisung des Teams von der First Hair Clinic sind die einzig wirkungsvollen und heilungsunterstützenden Mittel, die den Juckreiz eindämmen und den starken Drang zu kratzen von Ihrer Agenda streichen.

Da Kribbeln mit der Trockenheit der Haut im Zusammenhang stehen, spielt die Zufuhr von Feuchtigkeit eine sehr wichtige Rolle. Trinken Sie viel, denn dadurch wird Flüssigkeit nicht nur in äußerlicher Anwendung durch die Kopfhautpflegeprodukte, sondern auch durch die ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit erzeugt.

Im Endeffekt ist das wichtigste Heilmittel Ihre Geduld, die Sie nach einer Haartransplantation aufbringen müssen. Juckende Kopfhaut ist eine normale Begleiterscheinung und verschwindet umso schneller, je weniger Sie sich auf die Hautreizung konzentrieren.

Juckende Kopfhaut: Nach einer Haartransplantation völlig normal

Sie haben die Haartransplantation vornehmen lassen und freuen sich, dass bereits wenige Wochen nach dem Eingriff die ersten Haare sprießen. Wenn da nur nicht der starke Juckreiz wäre. Machen Sie sich keine Sorgen, juckende Kopfhaut nach einer Haartransplantation ist völlig normal und weist darauf hin, dass Ihre frisch verpflanzten Follikel mit den Nerven in der Kopfhaut verbunden und ernährt werden.

Auch wenn Sie sich am liebsten ganztags kratzen möchten: Widerstehen Sie diesem Drang, da jeder mechanische Eingriff zur Schädigung der transplantierten Haarfollikel führen kann. Im Vorgespräch der Eigenhaarverpflanzung wurden Sie bereits über die möglichen Begleiterscheinungen im Heilungsprozess informiert und haben erfahren, dass es vorübergehend zu kleinen Irritationen mit verbundenem Juckreiz kommen kann.

Lenken Sie sich am besten ab und konzentrieren sich nicht auf die juckende Kopfhaut. Das Kribbeln vergeht von selbst und Sie werden schnell merken, dass der Drang zu kratzen von Tag zu Tag abnimmt. Nach spätestens drei Monaten ist die Heilung weitestgehend abgeschlossen und die Kopfhaut wird nicht mehr jucken.