Volles, glänzendes Haar – Symbol von Jugend, Attraktivität und Gesundheit. Doch nicht jeder kann damit glänzen und ist mit einer prachtvollen Mähne gesegnet. Studien zeigen, dass nahezu 40 % aller Männer und 20 % der Frauen von Haarausfall betroffen sind. Doch was tun bei Geheimratsecken, Glatze oder schlichtweg dünnem Haar? Wir klären auf: Welche Arten von Haarausfall gibt es und wann ist eine Haartransplantation sinnvoll?

Haarausfall – Die häufigsten Arten

Allgemein ist von Haarausfall dann die Rede, wenn mehr Haare ausfallen als wiederkehren und kahle Stellen deutlich sichtbar werden. Bei der großen Vielzahl verschiedenster Formen, die Haarausfall individuell annehmen kann, unterscheidet man grob drei verschiedene Typen:

  1. Androgenetische Alopezie (oder Genetisch Bedingter Haarausfall)
    1.1 Androgenetische Alopezie bei Männern
    1.2 Androgenetische Alopezie bei Frauen
  2. Diffuse Alopezie
  3. Alopecia areata (oder Kreisrunder Haarausfall)

Androgenetische Alopezie bei Männern

Mann findet Haare in seinem Kamm

Im Vergleich zu den restlichen Arten des Haarausfalls kommt diese Art von Alopezie bei Männern am meisten vor. Etwa 95% aller Fälle von Haarausfall sind erblich bedingt. Der Begriff “Androgenetische Alopezie” steht für “Haarausfall durch männliche Hormone”. Die Krankheit zeichnet sich durch eine Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber des männlichen Sexualhormons aus. Hierbei ist der typische Haarausfall Verlauf altersbedingt, denn mit dem Steigen des Alters nimmt das Ausmaß der Alopezie zu.

Signifikant ist vor allem der im Alter zurückgehende Haaransatz und das Ausdünnen des Haars an den Schläfen. Ab dem 40. Lebensjahr leiden etwa 50 % aller Männer an Haarausfall am Hinterkopf, was häufig als Halb- oder Vollglatze endet.

Schuld am Verlust der Haare ist Dehydrotestosteron, dass aus dem Hormon Testosteron stammt. Es verkleinert die Haarfollikel und stoppt die Produktion neuer Haare. Das aktuelle Ausmaß des Haarverlustes lässt sich mit Hilfe der Hamilton-Norwood-Skala messen.

Androgenetische Alopezie bei Frauen

Der erblich bedingte Haarausfall zählt auch bei Frauen zu den häufigsten Arten des Haarausfalls. Mit einer Rate von ebenfalls 95% ist die Androgenetische Alopezie selbst bei Frauen keine Seltenheit. Hierbei spielen männliche Hormone, die sogenannten Androgene, eine große Rolle. Sie sorgen dafür, dass die Haarfollikel kleiner werden und die Produktion der Haare immens beeinträchtigt wird.

Der typische Verlauf des Haarausfalls erfolgt meist in Schüben und schreitet relativ langsam voran. Im zunehmenden Alter nimmt das Ausmaß zu. Nicht selten findet der Haarverlust erst in den Wechseljahren statt. Der Haarausfall fängt im Bereich des Mittelscheitels an und dehnt sich dann seitlich aus (Bekannt unter dem Namen Christmas-Tree-Muster). Die Haare werden immer dünner und die Kopfhaut fängt an leicht durch zu scheinen. Nur sehr selten kommt es zu komplett kahlen Stellen auf der Kopfhaut. Das Haarausfallmuster lässt sich bei Frauen mit dem Ludwig-Schema messen.

Diffuser Haarausfall

Von diffusem Haarausfall sind grundsätzlich mehr Frauen als Männer betroffen. Darunter versteht man immer lichter werdendes Kopf- und Körperhaar. Hierbei können die jeweiligen Areale nur spärlich mit Haar versehen oder komplett kahl sein. Glücklicher Weise ist diese Art Haarausfall reversibel nach Aufspüren der Ursache und eine vollständige Kahlköpfigkeit ist ausgeschlossen.

Kreisrunder Haarausfall

Der so genannte kreisrunde Haarausfall verläuft individuell sehr unterschiedlich. Bemerkbar macht er sich durch kleine kahle Flächen an einer oder mehreren Stellen am Kopf. Die Ursachen dieses Typen sind größtenteils noch nicht erschlossen und der Verlauf schwer vorhersagbar. Das Haar kann wiederkehren, allerdings auch für immer ausbleiben. Die Vermutung geht dahin, dass sich das Immunsystem des Körpers nach Ereignissen wie Krankheit oder Traumata gegen sich selbst richtet. Männer und Frauen sind hier gleichermaßen betroffen.

Haartransplantation- Welche Art Haarausfall eignet sich dafür?

Mann fässt mit seinem Finger an sein Kinn und schaut fragend in die LuftEine Methode bei Ausbleiben des Haupthaars, die sich wachsender Beliebtheit erfreut ist die Haartransplantation. Promis wie Jürgen Klopp und Backstreet Boy A.J. Mc Lean machen es vor. Geheimratsecken, die auf einmal vor Haarpracht strotzen oder schütteres Haupthaar, das plötzlich wieder Elvis Presley gleich zur Tolle gestylt werden kann. Ja, das geht tatsächlich! Doch welche Voraussetzungen muss das Haar erfüllen, damit diese Technik auch funktioniert?

Dreh- und Angelpunkt ist die Haarausfall Ursache. Es muss schlichtweg geklärt sein, was hinter dem Ausbleiben des Haars steckt. Denn bei einer Krankheit, kann das Haar nach Genesung wieder wie gewohnt sprießen.

Weiterhin muss das Areal (seitlicher oder hinterer Haarkranz), aus dem das zu transplantierende Haar entnommen wird, gesunde Haarfollikel aufweisen, die nicht selbst von Haarausfall befallen sein dürfen. Daher ist sowohl der diffuse als auch der kreisrunde Haarausfall nicht für diese Methode geeignet. Die gute Nachricht: Der androgenetische Haarausfall, die, wie eingangs erwähnt, häufigste Art des Haarausfalls eignet sich bestens für eine Haartransplantation. Die Spenderareale enthalten nämlich gesundes, nachwachsendes Haar.

Leiden Sie an Haarausfall? Haben Sie schon einmal über eine Haartransplantation nachgedacht? Wir vom Team First Hair Clinic sind selbstverständlich gerne Ihr Ansprechpartner und würden uns freuen, Sie individuell in unserem Institut zu beraten. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

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