Eine Haarverpflanzung bringt für viele Menschen neue Lebensqualität. Viele Patienten fragen sich, ob nach einer Haartransplantation eine Infektion auftreten kann. Wird der Eingriff von einem Spezialisten ausgeführt, ist das Risiko einer Infektion äußerst gering.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie einer Infektion vorbeugen können und wie sie bekämpft werden kann.

Wie macht sich nach der Haartransplantation eine Infektion bemerkbar?

Es ist nicht leicht, eine Infektion nach einer Haarimplantation zu erkennen. Bereits einige Stunden nach dem Eingriff kommt es zu Rötungen, Schwellungen und Juckreiz auf der Kopfhaut.

Das ist völlig normal, da die Haarverpflanzung ein operativer Eingriff ist. Schwellungen treten auf, da das örtliche Betäubungsmittel aus der Kopfhaut entweicht. Auch Schmerzen können nach der Haarverpflanzung auftreten.

Mit einem Schmerzmittel wirken Sie diesen Schmerzen entgegen. Klingen die Schmerzen nach einigen Tagen nicht ab, sollte das ein Alarmsignal sein. Auch dann, wenn sich die Schmerzen verstärken, kann das ein Hinweis auf eine Infektion sein.

Tritt eine Blutung nach dem Eingriff auf, kann auch das ein Zeichen für eine Infektion sein. Sie sollten in jedem Fall den Arzt informieren, wenn Sie denken, dass eine Wundinfektion vorliegt. Er untersucht Ihre Kopfhaut und stellt fest, ob tatsächlich eine Infektion vorliegt.

Die Wahrscheinlichkeit einer Infektion reduzieren

Sie sollten nach einer Eigenhaarverpflanzung unbedingt die Hinweise und Anweisungen des Arztes beachten. Schon vor dem Eingriff ist es wichtig, dass Sie die Anweisungen des Arztes beherzigen, um das Infektionsrisiko zu reduzieren.

Sie sollten möglichst schon einige Tage vor dem Eingriff nicht mehr rauchen und keinen Alkohol mehr trinken, damit es während des Eingriffs nicht zu Blutungen kommt. Tritt nach einer Haartransplantation eine Infektion auf, kann das Ergebnis verschlechtert werden.

Die transplantierten Grafts könnten beschädigt werden und nicht anwachsen. Um Infektionen zu vermeiden und die Heilung nach der Haartransplantation nicht zu beeinträchtigen, ist es wichtig, dass Sie die postoperativen Anweisungen des zuständigen Arztes befolgen.

Es gibt noch einige andere Möglichkeiten, um Infektionen vorzubeugen:

An den betroffenen Stellen nicht kratzen

Es ist völlig normal, dass die Kopfhaut im Spenderbereich und im Empfängerbereich der Haare juckt. Der Juckreiz tritt bereits einige Stunden nach dem Eingriff ein und ist ein Zeichen, dass die Heilung einsetzt.

Die Kopfhaut juckt, da sich an den winzig kleinen Wunden an den Entnahme- und Transplantationsstellen Krusten bilden. Wie stark der Juckreiz auftritt, hängt von der individuellen Verfassung des Patienten ab.

Sie sollten auf keinen Fall kratzen, denn das kann nach der Haartransplantation eine Infektion zur Folge haben. Schmutz an den Fingernägeln, aber auch Bakterien auf der Kopfhaut können die Wunden infizieren.

Trinken Sie täglich mindestens drei Liter Wasser, kann das dem Juckreiz entgegenwirken. Auch eine feuchtigkeitsspendende Lotion lindert den Juckreiz.

Verordnete Antibiotika einnehmen

Frau nimmt Antibiotika nach Haartransplantation um Infektion zu vermeiden
Besteht nach einer Eigenhaarverpflanzung eine erhöhte Infektionsgefahr, kann Ihnen der Arzt zur Vorbeugung ein Antibiotikum verordnen. Er verordnet Ihnen auch ein Antibiotikum, wenn bereits eine Infektion eingetreten ist.

Damit der Heilungsprozess nicht gestört wird oder die Infektion abklingt, sollten Sie unbedingt das Antibiotikum einnehmen. Bei der richtigen Anwendung nach Vorschrift des Arztes tötet das Antibiotikum die krankheitserregenden Bakterien ab.

Sie sollten sich an die Anweisung des Arztes für die Einnahme halten, damit das Antibiotikum in ausreichender Konzentration im Körper vorhanden ist.

Es kommt auch darauf an, dass Sie die Zeitabstände für die Einnahme unbedingt einhalten, um nach der Haartransplantation eine Infektion zu verhindern.

Keinen Sport treiben

Sport ist anstrengend und schweißtreibend. Daher ist es wichtig, dass Sie mindestens zwei Wochen nach der Haarverpflanzung keinen Sport treiben.

Sportarten mit einem erhöhten Verletzungsrisiko wie Ball- oder Kampfsportarten sollten Sie vier bis sechs Wochen nach dem Eingriff nicht ausüben, da die Verletzungen zu Infektionen führen können. Schweiß begünstigt das Wachstum von Bakterien auf der Kopfhaut.

Da die Wundkrusten durch den Schweiß aufweichen, können die Bakterien ungehindert zu den transplantierten Haarfollikeln vordringen. Die Folge sind Infektionen. Das Anwachsen der Haarfollikel wird verhindert.

Auf eine gute Hygiene achten

Eine gute Hygiene ist unerlässlich, um nach einer Haartransplantation eine Infektion zu verhindern. Zur Hygiene gehören verschiedene Maßnahmen:

  • Haare einmal täglich mit Spezialshampoo waschen, das antibakteriell wirkt und Feuchtigkeit spendet
  • täglich die Handtücher wechseln
  • täglich die Einwegunterlage auf dem Kopfkissen oder den Kopfkissenbezug wechseln
  • Kleidung wie Unterwäsche, Hemd, T-Shirt oder Pullover sauber halten und täglich wechseln
  • häufig die Hände waschen.

Mit den richtigen Hygienemaßnahmen wirken Sie der Ansiedlung von Bakterien am gesamten Körper und auf der Kopfhaut entgegen. Schmutz und Schweiß bilden einen idealen Nährboden für Bakterien.

Was tun, wenn eine Infektion aufgetreten ist?

Sie sollten nach der Eigenhaarverpflanzung darauf achten, wie sich Ihre Kopfhaut und Ihre Haare entwickeln. Es ist normal, dass Rötungen, Juckreiz und Schwellungen auftreten. Auch Druckempfindlichkeit der Kopfhaut ist nach dem Eingriff normal. Diese Beschwerden klingen in der Folgezeit ab.

Bessern sich diese Beschwerden nach einer Woche nicht oder verschlimmern sie sich sogar, sollten Sie unverzüglich einen Arzt konsultieren. Sie sollten keine Zeit verlieren. Der Arzt schaut sich Ihre Kopfhaut an und kann eine Infektion feststellen.

Die Chancen auf ein gutes Ergebnis nach der Haarverpflanzung sind umso größer, je früher die Infektion behandelt wird. Der Arzt verordnet Ihnen Antibiotika, um die Bakterien abzutöten. Die Bakterien können sich nicht weiter ausbreiten, wenn sie frühzeitig bekämpft werden.

Die Infektion klingt ab. Ihre Kopfhaut und die transplantierten Haarfollikel können sich wieder erholen. Warten Sie hingegen, bis Sie zum Arzt gehen, werden die Schmerzen immer stärker. Die Kopfhaut kann eitern. Das Anwachsen der Haarfollikel wird verhindert. Der Eingriff wäre letztendlich umsonst.

Fazit: Nach einer Haarverpflanzung können Sie Infektionen verhindern

Das Risiko einer Infektion ist nach einer Haarverpflanzung äußerst gering, wenn der Eingriff von einem Spezialisten ausgeführt wird und wenn Sie sich für die richtige Klinik entscheiden.

Mit dem richtigen Verhalten, wenn Sie die Anweisungen des Arztes befolgen, können Sie nach der Haartransplantation eine Infektion verhindern. Sie sollen nicht auf der Kopfhaut kratzen, auch wenn es stark juckt. Vom Arzt verordnete Antibiotika sollten Sie streng nach Vorschrift einnehmen. Sie sollten mindestens zwei Wochen nach dem Eingriff keinen Sport treiben.

Beim Sport schwitzen Sie. Der Schweiß fördert die Ansiedlung von Bakterien und kann die Krusten an den Wunden aufweichen. Ganz wichtig, um nach der Haartransplantation eine Infektion zu verhindern, ist eine gute Hygiene mit Wechsel der Handtücher und der Kleidung wichtig.

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