Depressionen und Haarausfall sind sehr häufig eng miteinander verknüpft. Ein Problem, dem sich immer mehr Experten annehmen und welches sich häufig nicht schnell und einfach lösen lässt.

Wir haben für Sie die verschiedenen Zusammenhänge aufgeschlüsselt und versuchen zu vermitteln, wie Sie am besten damit umgehen können.

Warum Haarausfall zu Depressionen führen kann

Viele Menschen haben ein Problem mit dem Verlust der eigenen Haare. Haarausfall kann sich äußerst negativ auf das Selbstbild und somit auch auf das Selbstbewusstsein vieler Menschen auswirken.

Wer bereits eine gewisse Neigung zu einer depressiven Erkrankung hat, kann von diesen Ereignissen deutlich stärker aus der Bahn geworfen werden.

Vor allem bei jüngeren Menschen unter 40 Jahren kann der plötzliche Verlust der Haare schnell in eine Depression führen.

Emotionen haben Einfluss auf Haarwachstum

Psychischer Stress verlangsamt das Haarwachstum. Durch den emotionalen Stress, der durch eine Depression ausgelöst wird, schüttet der Körper vermehrt Adrenalin aus, welches die optimale Versorgung der Haarfollikel behindert.

Da Depressionen den Körper dauerhaft und Aufruhr halten und die Ausschüttung des Hormons über einen langen Zeitraum erforderlich machen, bleibt das Haar lange Zeit unterversorgt. Die Haarwurzeln produzieren dadurch langsamer das Haar und hören irgendwann ganz damit auf.

Das Haar fällt aus. Auch bei manisch-depressiven Patienten sorgen die ständigen Höhen und Tiefen der Stimmung für eine Unterversorgung der Haare. Haarausfall ist also die natürliche Folge einer anhaltenden negativen bzw. stark schwankenden Stimmung.

Sogar Kreisrunder oder diffuser Haarausfall können dadurch begünstigt werden. In besonderen Härtefällen stellen die Haarwurzeln das Haarwachstum völlig ein und es ist mit keinem Haarwuchs an dieser Stelle mehr zu rechnen.

Viele verschiedene Ursachen für den Haarverlust

  • Hormonelle Störung
  • Erblich bedingter Haarausfall
  • Depressionen

Neben verschiedenen Krankheiten, die Haarausfall mit sich bringen, gibt es unter anderem auch Haarausfall aufgrund hormoneller Störungen und durch Stress.

Auch erblich bedingter Haarausfall kann bereits in jungen Jahren zu starkem Haarverlust führen.

Es gilt also abzuklären, welche Ursachen der Haarausfall hat und ob dieser bekämpft werden kann. Das ist allerdings für Menschen mit Depression leichter gesagt, als getan.

Denn allein sich unter fremde Menschen zu trauen kann zu einer enormen Herausforderung werden und in schlimmen Fällen sogar unmöglich sein.

Depression und Haarausfall: Ein Teufelskreis

Dabei gibt es allerdings noch ein weiteres Problem. Denn eine Depression kann Haarausfall verstärken oder sogar hervorrufen, bedingt durch die Veränderung des Hormonhaushalts und den verursachten Stress. 

Somit entsteht ein Teufelskreis, welcher von diesem Menschen kaum noch zu durchbrechen ist. Weder ist eine Behandlung der Depression, noch eine Behandlung des Haarausfalls möglich.

Depression durch Haarverlust: Behandlung häufig schwierig

Mann mit Haarausfall durch Depression bei der Psychotherapie

Somit wird die Behandlung enorm schwierig. Denn eine Depression durch Haarverlust ist ein echtes Problem, welches nicht an nur einer Baustelle bekämpft werden darf. Wird nur die Depression behandelt, kann diese aufgrund des Haarverlustes immer wieder neu aufflammen.

Wird nur der Haarverlust behandelt, kann dies nur in manchen Fällen zu einer vollständigen Erholung führen.

Grundsätzlich raten wir aus diesem Grund, an beiden Fronten aktiv zu werden. Damit dies für einen Menschen mit Depression überhaupt möglich ist, gilt es die richtige Reihenfolge zu wählen.

Zuerst den Haarausfall bekämpfen

In der Regel ist die Bekämpfung des Haarausfalls die erste Priorität. Denn zum einen lässt sich dieser häufig schneller behandeln, zudem kann ein wieder volles Haar die akute Depression deutlich abmildern.

Eine weitere Therapie wird entweder unnötig oder geht zumindest deutlich einfacher vonstatten. Wichtig ist also zunächst abzuklären, wodurch der Haarausfall verursacht wurde.

Entweder lässt sich dieser anschließend medizinisch bekämpfen, oder es kann eine Haarimplantation notwendig werden.

Die Haartransplantation als effektive Lösung

Der Vorteil der Eigenhaarverpflanzung liegt darin, dass diese sich bei Bedarf sehr schnell durchführen lässt. Zwar sind auch hier Voruntersuchungen und Vorgespräche notwendig, doch die eigentliche Haarverpflanzung geht anschließend schnell und ohne Schwierigkeiten über die Bühne.

Nach der Verpflanzung sind die Haare noch immer nicht sofort wieder voll da, doch bereits das Wissen um das Wachstum neuer Haare kann die Depression bei Haarausfall deutlich verringern.

 

  • Informationsgespräch mit Haaranalyse
  • Entnahme der Grafts
  • Verpflanzung in den Empfängerbereich
  • Heilungsphase

So funktioniert die Eigenhaarverpflanzung

Bei der FUE Haartransplantation werden in der Regel Haarwurzeln aus dem Hinterkopf entfernt und an die kahlen Stellen verpflanzt.

Die genaue Menge und die genaue Position der Haarwurzeln wird dabei im Vorfeld von Experten festgelegt, um wieder ein volles und schönes Haarbild zu erreichen.

Nach der Transplantation wachsen die Haarwurzeln an ihrem neuen Ort wieder an und beginnen nach der Heilung mit der Produktion neuer Haare.

Somit kann der Haarverlust effektiv ausgeglichen werden, da die vormals kahlen oder nur dünn bewachsenen Stellen der Kopfhaut mit neuem Haar bedeckt werden.

Nach der Haarimplantation: Pflege der neuen Haare ist wichtig

Natürlich ist es wichtig, nach der Verpflanzung der Haare die Haarwurzeln gut zu pflegen und sich umfassend um diese zu kümmern.

Die Experten des Haarzentrums geben in der Regel sehr deutliche Anweisungen mit. Natürlich ist es schwer, solche Strukturen bei einer aktiven Depression zu erhalten.

Doch bei einer Depression durch Haarverlust kann es sehr gut sein, dass vor allem Arbeiten, welche zur Rückerlangung der Haare führen, trotz der Depression gewissenhaft ausgeführt werden können.

Und dies ist besonders wichtig, da nur bei richtiger Pflege die Haarwurzeln wieder sicher anwachsen und somit der Erfolg der Haarimplantation gesichert wird.

Neue Haarpracht – nun die Depression in Angriff nehmen

mann mit blauem Hemd und vollem Haar auf der Straße

Bei den meisten Menschen dauert es im Durchschnitt sechs Monate, ehe die eigene Haarpracht wieder soweit gewachsen ist, dass der ehemalige Haarverlust nicht mehr zu sehen ist. Dennoch müssen Menschen, die unter einer Depression leiden, nicht so lange warten.

Denn nach der Haarverpflanzung sollte in jedem Fall eine Therapie in Angriff genommen werden. Diese unterstützt nicht nur bei der Bekämpfung der Depression, sondern verhilft auch wieder zu einem geregelten Alltag.

Dabei zu beobachten, wie die eigenen Haare nach und nach wieder wachsen, kann den Therapieerfolg enorm beflügeln. Aus diesem Grund raten wir bei einer Depression durch Haarausfall immer dazu, zunächst den Haarverlust zu bekämpfen und sich anschließend um eine Therapie zu kümmern.

Fazit: Depression und Haarausfall treten häufig gemeinsam auf. Doch es gibt Hilfe

Eine Depression durch Haarverlust ist bei weitem nicht so selten, wie viele Menschen glauben. Die Zahl der an Depression erkrankten Menschen, allein in Deutschland, ist erschreckend hoch.

Zudem kommt noch das Problem hinzu, dass auch eine Depression den Haarausfall verursachen kann und es somit zu einem echten Teufelskreis kommt. Somit können sich Haarverlust und Depression gegenseitig verstärken und immer schlimmer werden.

Wer unter diesen Problemen leidet, hat es oftmals sehr schwer, sich professionelle Hilfe zu suchen. Zunächst einmal sollte der Grund für den Haarverlust abgeklärt werden.

In vielen Fällen ist allerdings eine Eigenhaarverpflanzung das Mittel der Wahl. Wachsen dann die eigenen Haare wieder, kann entweder die Depression von ganz allein verschwinden, oder die Behandlung der Depression durch einen Experten wird zusätzlich unterstützt.

Es lohnt sich also, sich zunächst um den Haarverlust zu kümmern und im Anschluss nach einer passenden Therapie für die Depression zu suchen. So kann eine langfristige und dauerhafte Genesung erreicht werden.

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