Haarverlust kann Menschen jeden Alters betreffen. Auch ein Haarausfall beim Teenager ist möglich. Er kann verschiedene Ursachen haben und ist oft nur vorübergehend. In jedem Fall kommt es darauf an, die Ursache zu ermitteln, um die geeignete Behandlungsmöglichkeit zu finden. Daher stellt sich oft die Frage, ob eine Eigenhaarbehandlung auch bei jüngeren Menschen durchgeführt werden kann.

Welche Ursachen hat Haarausfall beim Teenager?

Teenager mit Haarausfall vor einem Hochhaus

Bereits bei jüngeren Menschen kann Haarschwund auftreten. Sowohl die Arten des Ausfalls als auch die Ursachen sind vielfältig:

    • diffuser Haarausfall durch falsche Ernährung, Vitaminmangel, Einnahme von Medikamenten, Infektionen oder Autoimmunerkrankungen
    • kreisrunder Haarausfall durch Autoimmunerkrankung oder Infektion
    • vernarbender Haarausfall durch Autoimmunerkrankung, Infektion oder Pilzbefall der Kopfhaut
    • mechanischer Haarausfall durch Reiben oder Ziehen an den Haaren

    Der diffuse Haarverlust zeigt sich gleichmäßig auf dem gesamten Kopf. Ein kreisrunder Haarschwund ist durch kreisrunde kahle Stellen gekennzeichnet. Die Ursachen sind noch nicht vollständig erforscht.

    An verschiedenen Stellen des Kopfes kann ein vernarbender Haarausfall auftreten. Im weiteren Verlauf bilden sich an den kahlen Stellen Narben. Haare wachsen an den vernarbten Stellen nicht mehr. Eine Ursache für den Haarausfall beim Teenager kann die Hormonumstellung in der Pubertät sein. Die Haare fallen dann vorübergehend aus, doch löst sich das Problem von selbst, wenn die Hormone wieder im Gleichgewicht sind.

    Auch erblich bedingter Haarverlust schon bei Teenagern möglich

    Die häufigste Form von Haarschwund bei Männern ist der erblich bedingte Haarverlust, die androgenetische Alopezie. Die Ursache ist eine Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegen das Hormon DHT als Abbauprodukt von Testosteron. Die Wachstumsphasen der Haare verkürzen sich. Irgendwann sterben die Haarfollikel ab und bringen keine Haare mehr hervor.

    Dieses Problem betrifft 80 Prozent aller Männer und kann sich in seltenen Fällen bereits in der Pubertät bemerkbar machen. Der Haaransatz weicht zurück. An den Schläfen bilden sich Geheimratsecken. Im weiteren Verlauf entsteht auch eine Tonsur am Oberkopf.

    Welche Optionen gibt es für die Behandlung?

    Wie der Haarverlust in der Pubertät behandelt wird, hängt von der Ursache ab. Bei verschiedenen Formen von Haarverlust wie dem kreisrunden oder vernarbenden Haarausfall sollten Sie einen Dermatologen konsultieren. Er untersucht Haare und Kopfhaut und kann auch eine Biopsie der Kopfhaut durchführen, um die Ursache zu ermitteln.

    Die Behandlung erfolgt abhängig von der Ursache. Liegt ein Mangel an Vitaminen vor, können die Haare nach einer Umstellung der Ernährung wieder wachsen. Bei einer Autoimmunerkrankung muss die Krankheit als Ursache behandelt werden.

    Liegt ein diffuser Haarausfall beim Teenager vor, wachsen die Haare zumeist wieder nach, wenn die Ursache behandelt wurde. Das ist mitunter auch bei einem kreisrunden Haarausfall möglich. Ein Pilzbefall der Kopfhaut wird mit einem Antimykotikum behandelt.

    Liegt eine androgenetische Alopezie vor, darf kein Haarwuchsmittel wie Minoxidil oder Propecia angewendet werden, da es sich für Jugendliche aufgrund der starken Nebenwirkungen nicht eignet. Es gibt jedoch verschiedene natürliche Mittel wie Olivenöl, Bockshornklee oder Brennnesseltee, die dem Problem zumindest indirekt entgegenwirken können.

    Kann eine Haartransplantation bei Jugendlichen helfen?

    Arzt untersucht Haarausfall beim Teenager

    Eine Haarverpflanzung sollte bei Jugendlichen nicht das Mittel der Wahl sein. Zunächst sollte die Ursache ermittelt und behandelt werden. Bei verschiedenen Erkrankungen wie Autoimmunerkrankungen ist eine Eigenhaarverpflanzung zwecklos, da das körpereigene Immunsystem die transplantierten Haare als körperfremdes Material betrachtet und angreift.

    Auch bei einer Mangelerscheinung als Ursache für den Haarausfall beim Teenager würden die transplantierten Haare wieder ausfallen. Eine Haarimplantation könnte jedoch bei einem vernarbenden Haarausfall, wenn die Ursache erfolgreich behandelt wurde, in Frage kommen.

    Auch bei einer sehr früh einsetzenden androgenetischen Alopezie könnten die kahlen Stellen mit einer Eigenhaarverpflanzung aufgefüllt werden.

    Ab welchem Alter ist eine Behandlung geeignet?

    Eine pauschale Aussage, ab welchem Alter eine Haarverpflanzung geeignet ist, kann nicht getroffen werden. Ein gutes Alter ist zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr, doch können auch optimale Ergebnisse bei jüngeren und bei älteren Patienten erzielt werden.

    Der Patient sollte für eine Haarimplantation volljährig sein. Bei minderjährigen Betroffenen ist die Einwilligung der Eltern erforderlich. Ob eine Haartransplantation schon bei einem Haarausfall beim Teenager in Frage kommt, hängt von der persönlichen Haarsituation und von der Art des Haarverlusts ab.

    In einem persönlichen Gespräch mit dem betroffenen Jugendlichen und einem Elternteil klärt der Arzt über die Möglichkeiten zur Behandlung und deren Erfolgsaussichten auf. Er macht sich ein Bild von der Ursache des Problems und von der Haarsituation. Anhand der persönlichen Haarsituation entscheidet er, ob eine Haarverpflanzung sinnvoll ist.

    Sind Erfolge garantiert?

    Wie erfolgreich eine Haarimplantation bei Teenagern ist, hängt von der Ursache und von der persönlichen Haarsituation ab. Der Arzt muss umfangreiche Untersuchungen durchführen, um einzuschätzen, ob der Eingriff erfolgreich verläuft.

    Sind genügend Haare im Spenderbereich vorhanden, liegt keine Erkrankung vor und sind die Haare an den kahlen Stellen unwiederbringlich verloren, kann eine Haarverpflanzung erfolgen.

    Dank der feinen Instrumente und der neuen, modernen Methoden kann die Behandlung auch bei einem Haarausfall beim Teenager erfolgreich sein. Es hängt auch vom Verhalten des jugendlichen Patienten ab, wie erfolgreich die Haarimplantation ist. Es sollten die folgenden Anweisungen der Ärzte genau befolgt werden:

    • nicht kratzen, auch wenn die Kopfhaut stark juckt
    • zum ersten Mal 48 Stunden nach dem Eingriff die Haare mit einem Spezialshampoo waschen
    • in den ersten Tagen mindestens drei Liter Wasser täglich trinken
    • in den ersten zwei Wochen körperliche Anstrengung vermeiden und keinen Sport treiben
    • in den ersten vier Wochen nicht schwimmen und nicht in die Sauna gehen

     

  • Hält sich der Patient an die Anweisungen, wird die Haarverpflanzung erfolgreich sein.

    Fazit: Verschiedene Ursachen für Haarverlust bei Jugendlichen

    Ein Haarausfall beim Teenager kann in verschiedenen Formen auftreten und unterschiedliche Ursachen haben. Der Auslöser kann eine Erkrankung, eine Mangelerscheinung, eine hormonelle Umstellung während der Pubertät, aber auch genetisch bedingt sein.

    Der Haarschwund muss behandelt werden. Dafür ist es wichtig, dass die Ursache ermittelt wird. Das Problem verschwindet häufig wieder, wenn die Ursache erfolgreich behandelt wird. In seltenen Fällen kann bei Teenagern bereits ein erblich bedingter Haarausfall beginnen.

    Eine Haartransplantation ist zwar schon bei Jugendlichen möglich, aber nicht immer sinnvoll. Ein Spezialist sollte entscheiden, ob dieser Eingriff erfolgversprechend ist. Der Erfolg einer Haartransplantation hängt von der persönlichen Haarsituation und vom Verhalten des Patienten ab.

Individuelle und kostenlose Haaranalyse


Verwenden Sie jetzt unseren Haarrechner und Sie erhalten eine kostenlose und unverbindliche Analyse Ihrer Haarsituation!

Haarrechner starten

Diesen Beitrag teilen