Haarausfall ist ein sehr emotionales Thema und stellt für Betroffene nicht selten eine starke psychische Belastung dar. Vor allem wenn die kahlen Stellen genetisch bedingt sind. In einem solchen Fall lohnt es sich, darüber nachzudenken, ob eine Haartransplantation sinnvoll ist. Im folgenden Artikel wollen wir Ihnen mitteilen welche Ursachen der Verlust von Haaren haben kann und wie man am besten dagegen vorgeht.

Die Ursache für den Haarverlust identifizieren

Bei vielen Menschen, die unter Haarausfall leiden, kratzt das zunehmend schütter werdende Kopfhaar am Selbstbewusstsein. Beim täglichen Styling oder während des Duschens zucken sie zusammen, weil offensichtlich mehr Haare an ihren Fingern kleben bleiben oder im Duschwasser landen, als es mit etwa 100 Haaren am Tag normal wäre.

Auf der Suche nach einer Lösung für dieses Problem greifen sie nach jedem Strohhalm, testen Hausmittel und Shampoos, oder holen sich Rat bei anderen Betroffenen. Natürlich fragen sie sich ab einem gewissen Zeitpunkt auch, ob eine Haartransplantation sinnvoll ist. Doch wodurch wird der Verlust der Haare eigentlich begünstigt?

Durch die individuelle Lebensweise bedingter Haarausfall

In manchen Fällen liegen dem Haarverlust ein gestörter Hormonhaushalt oder eine besonders hohe Empfindlichkeit der Haarfollikel zugrunde. Als Ursachen kommen ein chronisch übersäuerter Körper oder ein Nähr- und Mineralstoffmangel in Betracht. Sofern ein hormonell bedingter Haarverlust diagnostiziert wird und der Betroffene Änderungen in seiner Lebensweise vorzunehmen bereit ist, ist es durchaus möglich, den Haarausfall zu stoppen bzw. umzukehren.

Als einfache umzusetzende Alternative erscheint Vielen die medikamentöse Therapie. Durch die Einnahme von Medikamenten, die den Wirkstoff Minoxidil oder Finasterid enthalten, lässt sich allerdings in der Regel nur ein Fortschreiten des Haarausfalls verhindern. Mitunter ernste Nebenwirkungen bleiben häufig nicht aus. Besonders durch das Finasterid, welches teils starke Nebenwirkungen bereithält.

Erblich bedingter Haarverlust

Haartransplantation Sinnvoll

Erblich bedingter Haarverlust

Unter dem Begriff Androgenetische Alopezie wird Haarausfall verstanden, der erblich bedingt ist. Bei den betroffenen Männern liegt eine Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber Dihydrotestosteron, kurz DHT, vor, einem Stoffwechselprodukt des männlichen Sexualhormons Testosteron.

In der Folge fallen die Haare vorzeitig aus. Da diese erhöhte Sensibilität in den Genen angelegt ist, stellt der vermehrte Haarausfall bei vielen Männern eine typische Alterserscheinung dar und ist somit lediglich eine Frage der Zeit. In diesen Fällen ist eine Haartransplantation sinnvoll. Welche Gene genau verantwortlich sind, ist bisher ungeklärt. Bei Frauen hängt Haarausfall häufig mit einem Abnehmen der weiblichen Sexualhormone zusammen.

Häufigkeit und Symptome bei Männern

An erblich bedingtem Haarausfall leiden acht von zehn Männer. Bei jedem zweiten Betroffenen setzt das Absterben der Haarwurzeln bereits im Alter zwischen 20 und 25 Jahren ein. In extremen Fällen sehen sich junge Männer bereits in ihrer Pubertät mit vermehrtem Haarverlust konfrontiert. Auch in diesem Fall ist eine Haartransplantation sinnvoll.

Zumeist lassen sich drei Stadien unterscheiden. Während sich die Haare im Nacken und über den Ohren noch dicht und stark anfühlen, dünnen sie an den Schläfen und an der Stirn aus. Es bilden sich Geheimratsecken und auch am oberen Hinterkopf lichten sich die Haare. Im zweiten Stadium werden die Geheimratsecken sowie die Tonsur genannte kahle Stelle am Hinterkopf größer. Im dritten Stadium verbinden sich die Geheimratsecken mit der Tonsur, sodass lediglich ein Haarkranz übrigbleibt, welcher über den Ohren und dem unteren Hinterkopf verläuft.

Dass die den Haarkranz bildenden Haare nicht ausfallen, liegt daran, dass deren Haarwurzeln gegenüber DHT resistent sind. Anzumerken ist, dass Geheimratsecken nicht zwangsläufig bedeuten, dass es bei dem Betroffenen auch zu einer Glatzenbildung kommt.

Häufigkeit und Symptome bei Frauen

Bei Frauen kommt es seltener zu Haarausfall. Lediglich eine von zehn Frauen ist vor den Wechseljahren mit verstärktem Haarverlust konfrontiert. Zwei bis drei von zehn Frauen fallen im Alter zwischen 45 und 55 Jahren vermehrt die Haare aus – typischerweise lichten sie sich im Bereich des Mittelscheitels.

Kahle Stellen bilden sich nur in seltenen Fällen. Stattdessen lichten sich die Haare zunehmend, bis die Kopfhaut sichtbar wird. In wenigen Fällen verläuft der Haarausfall in ähnlichem Muster wie bei Männern, jedoch deutlich weniger ausgeprägt. In den genannten Fällen ist eine Haartransplantation sinnvoll.

In diesem Fall ist eine Haartransplantation sinnvoll

Liegt eine androgenetische Alopezie vor, ist eine Haartransplantation durchaus sinnvoll. Bei der Haarverpflanzung wird eigenes Haar vom Hinterkopf verpflanzt. Im idealen Fall ist die Transplantation der Haare mit nur einem einzigen operativen Eingriff abgeschlossen.

Während kaum Risiken bestehen, führt der Eingriff dazu, dass der Betroffene das verlorene Selbstwertgefühl zurückgewinnt. Hinsichtlich der Haarwurzel-Entnahme lassen sich zwei gängige Methoden unterscheiden.

Follicular Unit Extraction

Bei der sogenannten FUE-Technik entnimmt der Arzt einzelne Gruppen von Haarwurzeln, die auch als follikuläre Einheiten bezeichnet werden. Aus einer solchen Haarwurzel-Gruppe wachsen ein bis fünf Haare. Bei Männern erfolgt die Haarentnahme vom Haarkranz am Hinterkopf, der sogenannten „sicheren Spenderfläche“. Die dortigen Haare sind gegenüber DHT unempfindlich und bleiben es auch, nachdem sie verpflanzt wurden.

Da Frauen über derartige Spenderflächen nicht verfügen, können Haare vom gesamten Hinterkopf entnommen werden. Der Eingriff findet unter örtlicher Betäubung statt und ist daher schmerzfrei. Die Entnahmestelle verschließt sich binnen kurzer Zeit, sodass nicht genäht werden muss und kaum Narben zurückbleiben.

Follicular Unit Transplantation

Wird die FUT-Technik angewandt, entnimmt der Arzt Haarwurzeln mit einem Hautstreifen, welcher etwa ein bis zwei Zentimeter breit ist. Nach der Entnahme wird die Wunde zugenäht. Die längeren Haare im angrenzenden Bereich dienen nun zum Überdecken der Narbe. Der Hautstreifen wird nun in einzelne follikuläre Einheiten zergliedert, die wiederum in vorbereitete Bereiche verpflanzt werden. Die Narben sind sehr klein und später so gut wie nicht sichtbar.

Fazit: Bei Haarverlust ist eine Haartransplantation durchaus sinnvoll

Eine Haartransplantation ist sinnvoll, vor allem, wenn es sich um unumkehrbaren Haarausfall handelt. Männer und Frauen, die unter erblich bedingtem Haarverlust leiden, profitieren von einer professionellen Haarbehandlung durch Dr. Balens Team von der First Hair Clinic in Frankfurt. Somit erhalten Sie ein großes Stück Selbstbewusstsein zurück und können sich über ein optimales Endergebnis freuen.

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